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Kein Oberhausen 2.0 in Halstenbek

Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt sich die Gemeinde mit der baulichen Entwicklung auf den sogenannten Greve-Flächen zwischen der Wohnmeile und dem Eidelstedter Weg. Die Diskussion hat Fahrt aufgenommen, seit ein Investor auf einem Teil der Flächen eine Topgolf-Anlage errichten will.

Die SPD-Fraktion nimmt wahr, dass es in der Gemeinde aufgrund dieses Vorhabens viel Verunsicherung und auch Ablehnung gibt. Mit der dazu gegründeten Bürgerinitiative „Halstenbek im Dialog“ stehen wir im engen Austausch. Wir nehmen deren Bedenken und Sorgen ernst. Es geht darum, ob durch den Betrieb der Topgolf-Anlage massive Belastungen durch Licht- und Lärmimmisionen sowie ein zunehmendes Verkehrsaufkommen auf die Anwohner zukommen.

Uns ist wichtig, dass die nun notwendigen Gutachten zur Lärm- und Lichtbelastung, zum Verkehrsaufkommen und zur Umweltverträglichkeit für alle transparent und offen diskutiert werden können. Was im Verlauf des Prüf- und Planungsverfahren für eine Entscheidung gefällt wird, ist völlig offen.

Die SPD-Fraktion in Halstenbek ist sich aber in einem Punkt sicher: Eine Anlage wie in Oberhausen wird es in Halstenbek nicht geben.

Der Investor ist nun aufgefordert, ein Konzept für Halstenbek vorzulegen, welches die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt und eine Anlage vorsieht, die sich in die bestehende Struktur harmonisch einfügt.

Dabei sind uns folgende Punkte wichtig:

  • Die Licht- und Lärmbelastung für die Wohngebiete um die Top-Golfanlage muss sich in engen Grenzen bewegen. Insbesondere die Nachtruhe für die Anwohner muss gewährleistet sein.
  • Wir benötigen ein Verkehrskonzept, das die Straßen insbesondere an der Autobahnauffahrt Halstenbek-Krupunder nicht überfordert.
  • Die Gemeinde Halstenbek hat sich vorgenommen bis 2030 klimaneutral zu werden. Der Energieverbrauch der Anlage und insbesondere die Beheizung der Abschlagflächen müssen im Einklang mit diesem Vorhaben stehen.
  • Die Belange des Naturschutzes müssen befriedigend berücksichtigt werden.

Nur wenn es für alle diese Aspekte eine befriedigende Lösung gibt, können wir uns Topgolf in Halstenbek vorstellen.
Sollte die Anlage allen Anforderungen genügen, könnte Halstenbek wirtschaftlich von Topgolf profitieren. Nach Jahrzehnten wäre es möglich, bei der Entwicklung der Greve-Flächen voranzukommen. Es würden zusätzliche Gewerbesteuern anfallen, die die Gemeinde für unsere Infrastruktur und Angebote dringend braucht. Auch die Unternehmen in der Gärtnerstraße hoffen sehr auf Impulse zur Steigerung der Attraktivität ihrer Wohnmeile.

Diese Chancen wollen wir als SPD-Fraktion nicht ohne weitere Prüfung verstreichen lassen. Wir werden dem Projekt aber nicht zustimmen, wenn der Preis eine Verschlechterung der Lebensqualität in Halstenbek sein sollte.