Halstenbek muss angemessene Flüchtlings- und Notunterkünfte bereitstellen!
Die SPD Halstenbek spricht sich für einen Neubau an der Altonaer Straße aus.
Trotz der abnehmenden Zahl von Asylsuchenden an den Grenzen unseres Landes werden der Gemeinde weiterhin regelmäßig Flüchtlinge zugewiesen, die sie unterbringen muss. Außerdem müssen Not-Quartiere für plötzlich obdachlos gewordene HalstenbekerInnen vorgehalten werden. Zurzeit geht es um insgesamt etwa 300 Personen, die in speziellen Unterkünften, zum Teil auch in von der Gemeinde angemieteten Wohnungen untergebracht sind.
Die aktuell schwierige Situation entsteht dadurch, dass manche Unterkünfte, so insbesondere auch die an der Altonaer Straße, in einem sehr schlechten baulichen Zustand sind und teilweise Schimmel und Ungeziefer eine menschenwürdige Unterbringung unmöglich machen. Zu diesem Urteil war schon der vorherige Bürgermeister Claudius von Rüden in seiner Amtszeit gekommen. Darüber hinaus sind auch mehrere Mietverhältnisse auslaufen oder mussten aufgegeben werden. Zudem ist es für die BewohnerInnen der Notunterkünfte schwierig, auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt eine neue eigene Bleibe zu finden. Halstenbeks Verwaltung nennt einen Bedarf von etwa 80 neu zu schaffenden Plätzen. Sie hat dazu den Ankauf eines bisher der Lebenshilfe Schenefeld gehörenden Hauses in der Bahnhofstraße (mit Raum für etwa 20 Plätze) vorgeschlagen sowie den Neubau einer Unterkunft an der Altonaer Straße an der Stelle der dortigen vergammelten Baracke und der beiden Container.
Während der Ankauf des Lebenshilfe-Gebäudes inzwischen von der Gemeindevertretung beschlossen wurde, sträuben sich CDU und Bündnis 90/Die Grünen, wie schon vor vier Jahren, weiterhin gegen die Neubaupläne auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Altonaer Straße. Die CDU verweist auf eine vor etwa 35 Jahren gegebene Zusage an die damaligen Nachbarn, dass es sich bei der Leichtbaubaracke um eine provisorische Maßnahme mit befristeter Dauer handele, während die Grünen eine weitere Bebauung in der Nähe des Erholungsgebiets Krupunder See grundsätzlich ablehnen.
Die SPD Halstenbek hat sich schon vor vier Jahren und auch jetzt wieder klar für das Neubauprojekt ausgesprochen. Es würde ermöglichen, Wohnraum entsprechend den Bedürfnissen der vorgesehenen BewohnerInnen zu schaffen und wieder für eine menschenwürdige Unterbringung zu sorgen. Angesichts der Wohnsituation an der Altonaer Straße ist für uns die Verzögerungstaktik von CDU und Grünen nicht zu verstehen, zumal sie keine praktikablen Alternativen vorweisen können. Außerdem wird ein eigenes Gebäude langfristig weniger kostspielig sein als die jetzt notwendige Praxis, Wohnungen auf dem freien Markt anzumieten.